Mathe im Container büffeln

Die Schillerschule wird für 5,85 Millionen Euro saniert. Die 400 Schüler müssen für etwa 18 Monate auf dem Campus in Container ziehen.


Spielen Bauarbeiter manchmal Tetris? Vor der Aalener Schillerschule sieht es zumindest danach aus. Insgesamt 120 Container werden dort momentan von den Bauarbeitern zu Klassenzimmern zusammengestapelt. Denn das Gebäude von 1954 wird generalsaniert. Die etwa 400 Schüler müssen Mathe, Deutsch und Englisch in den kommenden 18 Monaten in den Containern auf dem Schulcampus büffeln.

„Die Klassenzimmer, die Fachräume, die Verwaltung und das Lehrerzimmer werden ausgelagert“, sagt Schulleiter Karl Frank. Die Containerlösung kostet laut Stadt etwa 665 000 Euro. „Die Klassenzimmer werden in den Containern 1:1 nachgebaut“, sagt Frank. Die Unterbringung in Containern ist aus Sicht des Schulleiters die beste Lösung. „Da werden wir nicht vom Baulärm gestört und bekommen von dem Umbau eigentlich nichts mit“, sagt er.

Zudem werden einige Schüler laut Stadtsprecherin Karin Haisch „in einem gemeinsamen Trakt von Schillerschule und Galgenbergschule“ unterrichtet. Und im Werkstattgebäude der Max-Eyth-Halle und im ehemaligen Elektroausbildungszentrum.

Etwa 5,85 Millionen Euro kostet der Umbau der 1954 erbauten Schule die Stadt Aalen. Sie investiert etwa in den Brandschutz und die Fluchtwege, in die Gebäudetechnik, in das Dach und den Kanal, in die Sanitäranlagen und den Sonnenschutz. „Der Schallschutz, die Heizung und die Elektronik werden zudem verbessert“, sagt Karin Haisch.

„Etwas Besseres kann unserer Schule nicht passieren.“
Karl Frank, Schulleiter

Auch neu: Es entsteht ein neues Raumprogramm, das an die Bedürfnisse einer Gemeinschaftsschule angepasst wird. In der Schillerschule werden zwei zusätzliche Klassenzimmer geschaffen. Es entstehen drei Lernstudios, ein Raum für Vorklassen, ein Kopierraum, ein Behinderten-WC, ein Raum für Gruppen- und einer für Schulsozialarbeit, Büros für die Berufsfindung- und -beratung sowie ein Kunstsaal. Die kommende Baumaßnahme ist die umfangreichste, die bisher an der Schillerschule gestartet ist, wie Haisch sagt.

Doch auch an der Galgenbergrealschule wird in den kommenden 18 Monaten gearbeitet: Ein Lehrerzimmer und zwei Klassenzimmer werden zu drei Normklassenzimmern umgebaut. Künftig sollen einige Räume von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden. Das sind etwa die Technikräume, der Hausarbeit und textiles Werken-Raum, Kunsträume und Räume für Biologie, Physik und Chemie.

Schulleiter Karl Frank freut sich auf die frisch sanierten Räume. 2020 können er und seine Schüler allerdings frühestens einziehen. „Der Umbau ist eine tolle Sache. Etwas Besseres kann unserer Schule nicht passieren“, sagt Frank.

© Schwäbische Post 14.10.2018 13:44

Text: Marcia Rottler
Fotos: Oliver Giers